5 Tipps für erfolgreiches Homelearning

1.Günstigen Zeitpunkt für das Homelearning finden

Welche Zeit eignet sich für Ihr Kind am besten? Welcher Zeitpunkt ist mit Ihrer eigenen Arbeit gut zu vereinbaren? Kann das häusliche Lernen auf verschiedene Personen aufgeteilt werden?

2. Lernstruktur

Kinder sind in der Schule eine klare Tagesstruktur mit Fächern, Bewegung und Pausen gewöhnt.

Zu Hause hilft es Kindern gemeinsam einen Plan zu erstellen, der einen Wechsel der Aktivitäten berücksichtigt. So kann ihr Kind z.B in einem ersten Block frei wählen, ob es sich lieber mit Mathe oder Deutsch beschäftigt. Danach ist dann Zeit ein Bild zu malen, mit Knete zu basteln oder ein Stück Holz zu bearbeiten.

Den zeitlichen Rahmen können sie mit Hilfe einer Eieruhr oder mit Sanduhren festlegen. So können die Kinder die verbleibende und verstrichene Zeit erkennen.

3. Bewegung

Bewegung in das Lernen integrieren und Bewegungspausen einplanen.

Grundschüler können z.B 3 + 7 durch Bewegung darstellen. In dem sie 3mal + 7mal hochspringen. Nomen können erkannt werden, indem ihr Kind sich bei jedem groß geschriebenen Wort auf den Stuhl stellt.

Nach spätestens 45 Minuten sollte ihr Kind 10 Minuten Pause zum rumflitzen haben.

4. Rituale

Der Beginn und das Ende der Lernzeit und der Pausen sollte durch ein immer wieder kehrendes Ritual eingeläutet werden. So kann als Einstieg in den Lerntag eine kleine Geschichte gelesen werden und als Abschluss 5 x der Hampelmann gemacht werden. Als Pausensignal kann ein fröhliches Lied ertönen.

5. Feedback

Planen sie Zeit für Feedback ein. Lassen sie ihr Kind eine Rückmeldung zu dem Homelearning geben und beschreiben Sie selber, wie Sie das Lernen erlebt haben. Sammeln sie gemeinsam Ideen zu Verbesserung und klopfen sich gegenseitig auf die Schulter, wenn sie zufrieden waren 🙂

Homeschooling oder Homelearning

Homeschooling, Homelearning…..

Im März 2020 schlossen in Deutschland als Folge der Corona Pandemie alle Schulen. In Windeseile mussten Konzepte für das Lernen zu Hause entwickelt werden.

Für Eltern, Lehrer*innen und Kinder stellte und stellt es eine bisher nie dagewesene Herausforderung dar. Eltern sahen sich über Nacht mit der Aufgabe konfrontiert Home Office, Home Learning ihrer schulpflichtigen Kinder und die Betreuung kleinerer Kinder parallel zu bewältigen. 

Schulen erstellten mit viel Mut und Innovation unterschiedliche Home Learning Modelle. Videokonferenzen, Erklärvideos, offene Chatrooms, digitale Wochenpläne, neue Rituale, Feedbackschlaufen für Kinder und Eltern oder feste online Unterrichtszeiten wurden etabliert.

Nachdem die ersten Wochen nun gemeinsam gemeistert wurden, trifft der Begriff Homelearning die Situation von Grundschüler*innen meines Erachtens besser. In der Altersstufe geht es darum zu Hause Gelerntes zu vertiefen und zu festigen.

Neue Lerninhalte werden mit Hilfe unterschiedlicher digitaler Wege durch Lehrer*innen vermittelt.

Eltern begleiten ihre Kinder, motivieren sie, strukturieren die Tagesabläufe und unterstützen beim Vertiefen gelernter Inhalte. Väter und Mütter können und müssen aber nicht die Verantwortung für das schulischen Lernen übernehmen.